Keller
Nur unter naturnahen Bedingungen gewachsene, gesunde und vollreife Trauben können große Weine hervorbringen. Das ist unsere Überzeugung. Im Keller geht es darum, dieses Potenzial zu erhalten und ihm zu größtmöglicher Entfaltung zu verhelfen, ohne in die natürlichen Prozesse einzugreifen. Moderne Kellertechnik und innovative Lösungen ermöglichen in unserem Neubau des Ansitz Löwengang eine schonende Behandlung der Trauben und des Weines. Die Nutzung der Schwerkraft für den Transport des Leseguts und der kreisförmige, 17 Meter tiefe Kelterturm, durch den sich lange Förderwege erübrigen, sorgen für eine qualitätserhaltende, ökonomische Arbeitsweise.
Ein guter Wein entsteht nicht im Keller, sondern im Weinberg. An diese Maxime haben wir uns gehalten, als im Jahr 1995 das neue, konsequent nach nachhaltigen, ökologischen und baubiologischen Kriterien geplante Kellereigebäude im Herzen des historischen Weinguts Ansitz Löwengang in Margreid entstand. Unser oberstes Ziel beim Keltern ist es, das volle Qualitätspotential, das im Weinberg geschaffen worden ist, durch Sorgfalt und Umsicht im Keller zu erhalten und in den Weinen umzusetzen. Die Trauben werden so naturnah wie nur möglich gekeltert. Der Einklang von Mensch und Natur, in Synergie mit den Naturkräften, ist uns wichtig, modernste technische Hilfsmittel und Computertechnik unterstützen uns darin, die Qualität in reinster Form zu erhalten.
Für eine möglichst schonende Behandlung des Leseguts, des Mosts und des Weins wird auf zwei Grundprinzipien der Natur zurückgegriffen: die Schwerkraft und den Kreis. Sie werden im rund 17 Meter tiefen, runden Kelterturm ausgenützt, der das Herzstück der Anlage bildet. Durch den Höhenunterschied können die Trauben weitestgehend ohne den Einsatz von Pumpen oder anderen mechanischen Beförderungsmitteln gekeltert werden. Sozusagen im freien Fall. So wird eine schonende und qualitätserhaltende Arbeitsweise in jedem Stadium der Weinbereitung gewährleistet. Die Gärbehälter wiederum sind in einem Kreis um den Punkt herum angeordnet, an dem die Trauben nach unten gleiten. Durch das Vermeiden langer Förderwege gelingt es, das Lesegut, den Most und den Wein schonend von einer Phase der Weinbereitung zur nächsten zu bringen. Eine qualitätserhaltende, ökonomische Arbeitsweise. Nach der Vergärung reifen die Weine in den historischen Kellerräumen von Tór Löwengang und Casón Hirschprunn zu ihrer Vollendung.
„Je weniger und je später man in die natürlichen Prozesse eingreift, je mehr man dem Wein seine Ruhe lässt, desto besser“, so lautet die Überzeugung von Alois Lageder und seinem Kellermeister und Schwager Luis von Dellemann. In die Kellerarbeit bringen sie langjährige Erfahrung und ein tief verwurzeltes Traditionsbewusstsein ebenso ein wie ihre Offenheit für innovative Technik und ihre Überzeugung des nachhaltigen Wirtschaftens. So wird alles getan, um harmonische, ausdrucksvolle und bekömmliche Weine entstehen zu lassen. Sie bringen den Charakter ihrer Rebsorte und der Natur, in der sie gewachsen sind, zum Ausdruck. „Wir lassen ihnen dafür alle Zeit, die sie brauchen“, sagt Alois Lageder.














